Objektive

Welche gibt es und wofür braucht man sie?

09.04.2017

 

Heute möchte ich einmal auf das Thema "Objektive" eingehen. Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal mit einer Spiegelreflexkamera arbeitete, war ich wahnsinnig davon überrascht, wie viele unterschiedliche Linsen es für eine solche Kamera gibt und auch warum!

 

Auf dieser Seite möchte ich versuchen, eine Überblick über die verschiedenen Typen zu geben und einige Anfänger- fragen zu beantworten.

 

 

Das Kit-Objektiv

 

95% aller neuen Kameras werden mit einem Standartobjektiv ausgeliefert. Dieses wird in der Fachsprache "Kit-Objektiv" genannt und deckt eine Brennweite von 18 bis 55 mm ab. Damit ist es für alle gängigen und normalen Fotosituationen geeignet und - wenn man so will - ein echtes "Universal". Portraits, Landschaften und sogar Bilder bei Nacht, lassen sich damit sehr einfach aufnehmen.

 

Es kommt allerdings auch vor, dass bestimmte Kamerahersteller, so genannte "Sonder-Bundles" herausgeben, dann liegt der Kamera ein zweites Objektiv dabei oder das Kit-Objektiv ist einem Telezoom gewichen.

 

Wird eine Kamera mit dem Hinweis "nur Body" angeboten, so bedeutet dieses, dass die Kamera komplett ohne Objektiv erworben werden kann. Dies ist besonders bei teureren Modellen und im Internet sehr häufiger der Fall, gerade auch dann, wenn eine Kamera weiterverkauft wird, weil sich ihr Besitzer für etwas Hochwertigeres entschieden hat. Dann nämlich möchte ich er die Objektive zwar behalten, nicht aber die ursprüngliche Kamera.

 

 

Das Telezoom

 

Das Telezoom besitzt eine deutlich höhere Brennweite, nämlich ab 70 bis 300mm. Damit ist es möglich, weit entfernte Motive, sehr nah heranzuholen und diese gestochenscharf abzubilden.

 

Die Preise für ein solches Objektiv varieren sehr stark und sind von verschiedenen Faktoren abhängig, wie zum Beispiel der Art des verbauten Motors, die Lichtempfindlichkeit, den Autofokus usw. Natürlich spielt auch der Hersteller eine wichtige Rolle.

 

Ein Telezoom folgt in der Regel sehr schhell auf ein Kit-Objektiv, da man als Fotograf einfach irgendwann an den Punkt kommt, an dem man sich einfach darüber ärgert, nicht viel näher an ein bestimmtes Motiv heranzukommen.

 

 

Brennweite 24 mm

 

 

Brennweite 1000 mm

 

 

Das Supertelezoom


Objektive mit einer Brennweite über 300 mm werden als Supertele oder Supertelezoom bezeichnet. Sie erstrecken sich in der Regel von 150 - 500 oder 600 mm. Auch höhere Brennweiten sind allerdings möglich.

 

Umso höher die Brennweite, desto länger bzw. größer die Linse. Wer mit einem SP 150 - 600 von Tamron unterwegs ist, der hat durchaus ganz schön zu schleppen und muss beim Fotografieren auf seine Mitmenschen achten.

So hohen Brennweiten sind besonders bei der Tier- und Sportfotografie von Bedeutung. Jeder von uns hat schon einmal die Bilder von Sportfotografen mit ihren riesigen Linsen beim Fußball gesehen.

 

Brennweite 2000 mm

 

Fotograf mit Supertelezoom

 

Das Weitwinkel-Objektiv

 

Das direkte Gegenstück zum Telezoom ist das Weitwinkel-Objektiv. Es deckt Brennweiten unterhalb von 18 mm ab und dient dazu, möglichst viel Inhalt auf ein Foto zu bekommen. Man bewegt sich damit also vom Motiv weg und nicht wie bei einem Telezoom direkt darauf zu.

Weitwinkel-Objektive sind besonders für Landschaftsaufnahmen interessant.

 


Das Fisheye-Objektiv

 

Das Fisheye-Objektiv ist ein sehr spezielles Objektiv, was alleine schon durch seine optische Erscheinung auffällt. Anders als bei anderen Objektiven ist bei ihm die Linse gekrümmt, so dass eindrucksvolle Bilder entstehen können. Besonders sehr breite Häuser, Schlösser und Straßen lassen sich damit sehr gut fotografieren.
 

Bild mit sichtbarer Krümmung:
Fisheye-Objektiv

 

 

Etwas "Kleines" wird zu "Großem":
Das Makro-Objektiv

 

 

Das Makro-Objektiv

 

Mit einem Makro-Objektiv lassen sich sehr kleine Motive aufnehmen und bildfüllend ablichten. Hierzu verfügt nahezu jede moderne Kamera über eine Makrofunktion. Sie ist besonders für das Fotografieren von Kleintieren und Blumen geeignet.

 

Tipps & Tricks für Einsteiger

 

  • Wer zum ersten Mal vor dem Kauf eines Objektives steht, der muss dabei nicht unbedingt, zu den teuren Produkten seines Kameraherstellers greifen. Neben Canon und Nikon bieten auch Firmen wie Tamron, Sigma und Co. tolle Linsen an und das sogar deutlich günstiger.  Das AF 70-300, ein Telezoom aus Hause Tamron, gibt es bereits schon für unter 100 Euro.

 

  • Das Objektiv sollte möglichst direkt und ohne Adapter auf die eigene Kamera passen.

 

  • Das Objektiv sollte einen Autofokus besitzen. Das manuelle Fokusieren ist für Neulinge nicht unbedingt einfach und hat auch mir am Anfang einige Probleme bereitet. Es ist definitiv ein anderes Fotografieren und Arbeiten mit einer Kamera, wenn diese nicht mehr automatisch scharf stellt.

 

  • Das Objektiv sollte möglichst über einen Bildstabilisator verfügen, besonders wenn es sehr hohe Brennweiten besitzt und am besten mit zwei verschiedenen Modi, so dass auch Mitzieher möglich sind.

 

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